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Guten Appetit!

Auf der heutigen StuPa-Sitzung wurden neben organisatorischen Dingen (Bestätigung der autonomen Referate, Rechenschaftsbericht des StuPa) auch eher handfeste Themen verhandelt. Sebastian Juchheim, AStA-Politreferent und Teilnehmer der „Besetzung“ des Hörsaals 21, stellte an das Studentenparlament einen Antrag auf Finanzierung der Verpflegung der „Besetzer“ für die nächsten zwei Wochen. Als Summe nannte er 280 Euro, also 20 Euro pro Tag. Trotz Kritik aus den Reihen von StuPa und AStA, welche sich nicht primär gegen die Höhe des Antrags sondern gegen dessen Intention richtete, wurde der Antrag letztendlich vom StuPa bewilligt, ohne Nein-Stimmen bei nur zwei Enthaltungen.

Wer also in den kommenden Tagen eine kleine Zwischenmahlzeit sucht, braucht nicht die Kneipe, die Cafeteria oder den Kiosk aufzusuchen, sondern kann sich vertrauensvoll an die „Besetzer“ von Hörsaal 21 wenden. Verweigern können sie euch dies schlecht, denn ihr habt es schließlich bezahlt und wieso sollten sie dies tun, wenn sie sogar darüber diskutiert haben, dem Rektor eine Tafel Schokolade zu schenken? Also lasst es euch schmecken und Guten Appetit!

Andere Uni, ähnliche Probleme

Wir haben in den vergangen Tagen kritisch über die „Besetzung“ des Hörsaals 21 berichtet, nicht über die Aktion an sich sondern über die Durchführung und die Strategie der Beteiligten.
Die Strategie, möglichst wenig zu stören hat auch dazu geführt, dass ein Großteil der Studenten von der ganzen Sache nicht einmal erfährt, geschweige denn involviert ist. Die Ausarbeitung eines alternativen Hörsaalplanes mit den betreffenden Dozenten, das Konzept der sogenannten „kooperativen Besetzung“ und die beinahe zwanghafte Abgrenzung von jeder politischen Position stoßen nicht nur bei den radikalsten Kräften auf Kopfschütteln, sondern vorallem auch bei einer großen Zahl von Teilnehmern des Bildungsstreiks im vergangenen Sommer. Sehr unglücklich dürften die „Besetzer“ darüber nicht sein, da sie sich auf ihrer Homepage klar vom Bildungsstreik und seiner Strategie distanzieren, womit sie allerdings letztendlich mehr Leute verschreckten als gewannen.

Diese starke Uneinigkeit bezüglich der richtigen Herangehensweise existiert nicht nur in Wuppertal sondern auch an vielen anderen Universitäten. So berichtet z.B. die Hochschulgruppe „revolta – antikapitalistische linke“ aus Jena:

Wie sieht es aber in Jena aus? Die Hochschulleitung hat sich klugerweise von Anfang an schon fast penetrant freundlich gezeigt und sogar ihre „Unterstützung“ angeboten. Diese Taktik hat ihre Wirkung natürlich nicht verfehlt. Anstatt eine kämpferische Stimmung zu entwickeln, hat die Besetzung schnell eine sehr kooperative Haltung mit der Unileitung eingenommen. Einige Teilnehmer meinten sogar, man solle sich ausschließlich auf „kleinere“, „praktischere“ Ziele an der Uni konzentrieren, wie z.B. die Möglichkeit Getränke mit in die Bibliothek nehmen zu dürfen. Wenn gerade nicht über solche Dinge debattiert wird, dann streitet man sich stundenlang über die Frage des demokratischen Prinzips (Konsensbasis oder Mehrheitsentscheid) auf den Plena. Dass die Stimmung darunter erheblich gelitten hat ist alles andere als verwunderlich. Die völlig absurde Haltung vieler TeilnehmerInnen hat auch dazu geführt, dass sich nicht wenige Studierende, denen an wirklich kämpferischem Protest gelegen ist, enttäuscht von der Besetzung abgewandt haben. Auch das allgemeine Interesse der meisten Leute an der Uni doch weitaus geringer ist, als es noch im Juni der Fall war, was auch für die Zahl der BesetzerInnen zutrifft. Damit ist zumindest eindrucksvoll die These widerlegt, dass man seine Forderungen nur weit genug aufweichen muss, um möglichst viele Menschen mit seinen Zielen und Aktionen zu erreichen. Gerade in einer solchen Krisenzeit bedarf es keiner ständig schwankenden Kuschelkampagne, sondern eines entschlossenen und kompromisslosen Eintretens für die derzeit wichtigsten Forderungen an den Hochschulen:

· Abschaffung jeglicher Gebühren beim Studium!
· Abschaffung des Bachelor/Master-Systems!
· Radikale Ausdehnung studentischer Mitbestimmung!
· Angemessene Wohnungen für alle!

Diese Forderungen dürfen aber nicht nur im gesellschaftlichen Vakuum gefordert werden. Sie müssen als Teil viel breiterer gesamtgesellschaftlicher sozialer Kämpfe verstanden werden, die momentan nicht nur von uns Studierenden, sondern auch von den SchülerInnen, den sozialen Bewegungen und den ArbeiterInnen geführt werden. Dann und ausschließlich dann, kann auch eine spürbare Verbesserung im Bildungssystem verwirklicht werden. Die Jenaer „Besetzung“ jedoch hat sich von diesem Zustand so weit entfernt, wie es nur irgend vorstellbar ist, trotz des sehr anerkennenswerten Einsatz einer Minderheit der TeilnehmerInnen, die weiterhin versuchen diese Besetzung zu repolitisieren.

Der komplette Artikel ist hier einzusehen:
http://anticapitalista.blogsport.de/2009/11/23/wohin-geht-der-bildungsstreik-eine-kritik-an-den-jenaer-verhaeltnissen/

Besetzung oder Kaffeeklatsch?

Nach der wenig ruhmreichen Veranstaltung am Montag folgte am Mittwoch die nächste glorreiche Idee auf dem Fuße. Eine Versammlung auf der AStA-Ebene beschloss, den (vergleichsweise kleinen) Hörsaal 21 zu besetzen, wobei einige der Beteiligten eine recht eigenwillige Vorstellung davon hatten, wie eine „Besetzung“ aussieht. Es wurde vorgeschlagen, den Hörsaal zu „besetzen“, allerdings ohne dass dies irgendwelche Auswirkungen hat, es sollten sogar die regulären Vorlesungen weiterhin planmäßig stattfinden. Eine tatsächliche Besetzung wurde davon als „Blockade“ abgegrenzt, was auf breite Zustimmung der Beteiligten traf.

So wurde es dann auch tatsächlich umgesetzt. Auf Plakaten die auf die „Besetzung“ hinweisen, erscheint dieses Wort zutreffend in Anführungszeichen und einige der „Besetzer“ sprechen sogar von einer „kooperativen Besetzung“. Was sich dahinter verbirgt, schlägt letztendlich dem Faß den Boden aus. In Absprache mit den Dozenten die regulär ihre Vorlesungen in Hörsaal 21 abhalten, wurde für die Dauer der „Besetzung“ ein alternativer Hörsaalbelegungsplan ausgearbeitet und für den Fall, dass ein Ausweichen in anderen Hörsaal nicht möglich ist, wurde zugesichert, dass die Vorlesungen weiterhin in Hörsaal 21 stattfinden können. Währenddessen werden sich die Hörsaalcamper wahrscheinlich in eine Ecke zurückziehen und keinen Laut von sich geben, so dass sich auch niemand gestört fühlt.

Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass eine breite Unterstützung ausbleibt, denn wer es sich zur Hauptmaxime macht, niemanden zu stören, der wird auch nicht viele Leute auf sich aufmerksam machen und noch weniger für seine Sache gewinnen. Nicht anders verhält es sich mit der „Besetzung“ von Hörsaal 21. Wer von dieser Farce überhaupt etwas erfährt, steht ihr meist völlig gleichgültig gegenüber oder hat nur ein mildes Lächeln dafür übrig, einige sprechen sogar von einem „Kaffeeklatsch“. Welch passendere Bezeichnung kann es für diese Veranstaltung geben?

Bildungsstreik in Wuppertal ein Reinfall!

Da bereits im vergangenen Sommer die Bildungsstreikbewegung einigermaßen erfolgreich war, überrascht der Versuch nicht, dies zu wiederholen. Während an 24 deutschen Universitäten Einrichtungen aktuell besetzt werden und an 8 Universitäten die Besetzungen bereits wieder geräumt wurden, gibt Wuppertal jedoch ein sehr klägliches Bild ab.

Die „Offene Versammlung zur Lage der Bildung“, die um 14 Uhr im Hörsaal 14 stattfand war zwar sehr gut besucht und es wurde lautstark Unmut über die Studiensituation geäußert, als es jedoch an die Abstimmung über die Besetzung des Hörsaals ging, war das Bild weniger einheitlich, es gab kaum mehr Ja-Stimmen als Enthaltungen und Nein-Stimmen. Der Hörsaal leerte sich zusehends und um 16 Uhr stand eine WiWi-Vorlesung auf dem Plan. Der Dozent tat sich durch ein sehr unsachliches Verhalten gegenüber den Versammlungsteilnehmern hervor (Betitelung der Veranstaltung als „Selbsthilfeerfahrung“, wiederholtes fotografieren der Redner mit einer Handykamera aus nächster Nähe etc.).

Statt dieser Provokation konsequent entgegenzutreten, gab die Mehrheit der Teilnehmer in der Abstimmung klein bei und wich in einen anderen Hörsaal aus, so daß die WiWi-Vorlesung planmäßig stattfinden konnte. Überraschend war diese Entwicklung jedoch nicht, denn bereits die Bildungsstreikbewegung im Sommer zeichnete sich durch einen Mangel an politischem Bewußtsein aus, der sich auch heute wieder in weltfremden Phrasen von „absolut friedlichem“ Verhalten und dem Zurückschrecken vor jeder Konfrontation äußerte, aber auch in der dezidierten Ablehnung jedes politischen oder gar linken Anspruchs der Bildungsstreikbewegung. Das Ziel, das einige damit zu erreichen glauben, ist eine möglichst große Zahl an Unterstützern hinter dem Bildungsstreik zu versammeln, doch die Erkenntnis, dass 100 entschlossene Menschen mehr erreichen als 10.000, die nach jedem Schritt vorwärts wieder zwei Schritte zurückweichen, vermisst man dabei schmerzlich.

Neues aus dem neuen AStA

Nachdem der neue AStA erst am 25.8. durch das Studentenparlament gewählt wurde, ist nun schon der erste Rücktritt zu vermelden. Jonas Herwig (Jusos), Mitglied des bis dato zweiköpfigen AStA-Vorsitzes, zog sich offiziell aus „privaten Gründen“ aus seinem Amt zurück. Über seine tatsächlichen Beweggründe kann viel spekuliert werden und selbst für seine Mitjusos kam diese Entscheidung völlig überraschend. Nach Ablauf der kommissarischen Amtszeit Herwigs wird der AStA-Vorsitz bis zur nächsten StuPa-Sitzung, auf der ein neues Mitglied des Vorsitzes gewählt werden soll, von Wefes (lira) alleine geführt. Vertreter der lira zeigten sich angesichts der endlosen Koalitionsdiskussionen über die Personalie Herwig im Vorfeld der Wahl und seinen Rücktritt innerhalb von zwei Wochen verständlicherweise aufgebracht, doch ist dies der Preis den man für eine Koalition mit Jusos zahlt. Wir wollen uns an dieser Stelle eines hämischen „wir haben es ja gleich gesagt“ enthalten, stattdessen wünschen wir Herwig viel Erfolg bei seiner weiteren studentischen und politischen Laufbahn und hoffen, dass sein immenses Selbstbewußtsein durch dieses Erlebnis auf ein gesundes Maß zurückgestutzt wurde.

Neuer AStA gewählt!

Eigentlich wäre es beinahe überflüssig, überhaupt einen Artikel über dieses Ereignis zu schreiben, stattdessen könnte man es einfach bei einem lapidaren „same procedure as every year“ belassen, was aber unserer außerparlamentarischen Oppositionsrolle nicht gerecht werden würde und daher möchten wir auch dieses Jahr über den neu gewählten AStA informieren.

Die neue Koalition besteht, wie trotz gegenteiliger Beteuerungen nach der StuPa-Wahl zu erwarten war, aus den Jusos, der lira und den kleineren Gruppen „Bündnis für Innovation und Vernunft“ und „Löwen HSG“. In den AStA-Vorsitz wurden mit den Stimmen der Koalition Bastian Wefes (lira) und Jonas Herwig (Jusos) gewählt. Während es sich bei Wefes um ein Urgestein der Wuppertaler Hochschulpolitik handelt, zeichnet sich Herwig als völliger Neuling, wenn schon nicht durch Erfahrung und Kompetenz, so doch zumindest durch immenses Selbstbewußtsein und rhetorische Geschicktheit aus. Auf die Frage nach seiner Eignung für das höchste Amt der Verfassten Studentenschaft verwies er vorallem auf seine „Sozialkompetenz“ und sein Interesse, sich in die Materie einzuarbeiten. Die Rückfrage, warum er dies nicht vorher
schon getan habe, wenn er ein solches Amt anstrebe, wiegelte er ab mit der Behauptung, er hätte die Entscheidung des StuPa nicht vorwegnehmen wollen. Alle Bedenken seine mangelnde Erfahrung in Gremientätigkeit betreffend wischte er jedoch souverän beiseite, indem er auf die Frage nach seiner Ämtererfahrung antwortete, er sei in der Schule einmal Klassensprecher gewesen. Na dann kann im kommenden AStA ja nichts mehr schiefgehen!

Wenig anders sieht es bei den gewählten Referenten aus, exemplarisch genannt sei hier Ines Fels (Jusos), Referentin für Hochschulpolitik und Politische Bildung. Ihre Absichtserklärungen bestanden vorallem aus aufgewärmten Floskeln, die man jedes Jahr bei der Wahl des neuen AStA zu hören bekommt. Die Studenten sollen stärker politisiert werden und die Transparenz der studentischen Gremien solle erhöht werden. Auf die Nachfrage wie dies denn konkret erreicht werden solle, wurde angekündigt, man wolle bei der Einführungswoche der neuen Erstsemester und auf dem Unigelände Stände aufbauen, auf dem die Studenten über die Arbeit von StuPa und AStA aufgeklärt werden. Von weiteren Aktionen war allerdings keine Rede. Ob der diesjährige AStA dort erfolgreich sein wird wo seine Vorgänger offensichtlich gescheitert sind? Es darf bezweifelt werden.

Zum Ende gibt es noch die eine oder andere interessante Anekdote am Rande. Auf die Nachfrage von Esther Dittmann (RCDS), warum dieses Jahr kein Antifa-Referat eingerichtet werde, antwortete Wefes, man wolle vermeiden, dass ausgewiesene Antifa-Referenten bedroht werden und habe stattdessen entschieden, Antifaschismus als „Kollektivaufgabe“ des gesamten AStA zu betreiben. Christoph Grothe, der Betreiber des studentischen Videomagazins engelszunge.info setzte sich ironisch mit dieser Position auseinander, indem er die einzelnen Referenten nach ihrem Beitrag zu dieser „Kollektivaufgabe“ befragte, zudem bescheinigte er den Antifa-Referaten der vergangenen Jahre gute Arbeit die für niemandem zum Nachteil gewesen sei. Den Abschluß bildet der Juso Sebastian Juchheim, Referent für Hochschulpolitik und politische Bildung, der sich scheinbar nicht im Klaren darüber ist, wofür eigentlich die Abkürzung AStA steht und konsequent die Formulierung „die AStA“ beibehielt. Unsere bescheidene Forderung an Juchheim in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit: Lern was AStA ausgeschrieben bedeutet!

Die komplette Besetzung des AStA kann hier eingesehen werden:
http://www.asta.uni-wuppertal.de/index.php?option=com_content&task=view&id=128&Itemid=56

Schließung des Studienganges Kommunikationsdesign

Wenn in den vergangenen Wochen ein Thema die Gemüter erhitzte, dann war dies die vom Rektorat der Bergischen Universität angekündigte Schließung des Studienganges Kommunikationsdesign. Es zeugt von einer besonderen Niederträchtigkeit, dass eben jener Studiengang erst einen Monat zuvor für den Bachelor akkreditiert und als „zukunftsträchtig“ betitelt wurde, um ihn dann mit einer Frist von fünf Jahren ersatzlos zu streichen.

Die Antwort darauf ist natürlich Widerstand, doch wie sieht dieser aus? Die von den Studenten des betroffenen Faches ins Leben gerufene Kampagne „WirsindKD“(http://www.wirsindkd.de/) zielt darauf ab, mit einer Internetpetition (http://www.ipetitions.com/petition/uniwtal_kd/) auf ihre Lage aufmerksam zu machen und natürlich auch, die von Rektorat und Hochschulrat selbstherrlich getroffene Entscheidung rückgängig zu machen. Bei der Sammlung von Signaturen sind sie durchaus erfolgreich, doch die Wirksamkeit dieser Aktion darf bezweifelt werden, denn wie die Ereignisse der letzten Wochen gezeigt haben, befinden sich die Studenten nicht in einer Auseinandersetzung mit einem Gegner, mit dem Verhandlungen möglich sein könnten. Welchen Wert haben Zusagen und Versprechungen von Seiten des Rektorates denn noch? Die einzige passende Forderung in dieser Situation kann nur sein: Rücktritt des Rektors Lambert T. Koch!

Einen Monat nach dem Streik: Was tun?

Morgen um 12:30, genau einen Monat nach Beginn des Bundesweiten Bildungsstreiks, findet auf der AStA-Ebene eine Informationsveranstaltung statt, in der ein Resümee des Streiks sowohl in Wuppertal als auch bundesweit gezogen werden soll.

Auch die Frage die wahrscheinlich alle Streikenden und Unterstützer am meisten bewegt, soll aufgeworfen werden. Hat der Streik tatsächlich Wirkung gezeigt? Wurden bereits konkrete Veränderungen im Zuge des Streiks initiiert? Und vorallem, werden wir im kommenden Semester erneute Protestaktionen durchführen, die den Druck auf die Verantwortlichen für die Bildungsmisere weiter verschärfen?

Wie immer wird dies in einer offenen Runde diskutiert werden, jeder ist eingeladen zu kommen und sich zu beteiligen, morgen um 12:30 auf der AStA-Ebene. Der Aufruf der Organisatoren ist auf der Homepage des Bildungsstreiks Wuppertal zu finden:


Veranstaltung: Mittwoch, 15. Juli 2009, 12:30; AStA-Ebene (ME-04)

Liebe Studis,

um die Streikwoche revue passieren zu lassen und dem Bildungsstreik einen würdigen Abschluss für dieses Semester zu geben (und den Auftakt für das nächste Semester zu planen), laden wir Euch zu einer Info-Veranstaltung unter dem Motto “Der Streik ist nicht vorbei!” ein. Gemeinsam mit Euch wollen wir den Bildungssreik reflektieren, an der Umsetzung der Streikforderungen arbeiten und einen Ausblick auf die Zukunft gestalten.

Geplant sind folgende Themen:

- Landes- und bundesweite Missstände an Hochschulen

- Rückblick: der Bildungsstreik 2009 in Deutschland

- Forderungen an die Uni Wuppertal und mögliche Lösungsansätze

- Nach dem Streik: Was hat sich an der BUW bereits bewegt?

- Rückblick: der Bildungsstreik 2009 in Wuppertal (offene Diskussionsrunde)

- Ausblick: Wie machen wir weiter? Wie setzen wir unsere Forderungen um? Wie begehen wir das Wintersemester? Brauchen wir einen Streik 2.0?

Wir würden uns freuen, trotz Prüfungsphase und bestuhlter Seminarräume möglichst viele von Euch am 15.7. um 12:30 Uhr auf der AStA-Ebene begrüßen zu dürfen! Auch der heißgeliebte Waffelstand wird sich noch einmal blicken lassen!

Viele Grüße

der “AK Infoveranstaltung”

http://bildungsstreikwuppertal.wordpress.com/

Nach der StuPa-Wahl

Die Wahlen zum Studentenparlament der Uni Wuppertal sind zu Ende, das vorläufige Endergebnis wurde gestern Abend bekanntgegeben. Demzufolge konnte das RSF zwar seine Stimmzahl gegenüber letztem Jahr verdoppeln, der Einzug ins StuPa wurde aber aufgrund der deutlich höheren Wahlbeteiligung verpasst. Als stärkste Fraktion gehen die Jusos mit 6 Sitzen aus der Wahl hervor, gefolgt von Vanitas mit 5 Sitzen und der Lira, die einen Sitz hinzugewann und auf 4 Sitze kommt. Der RCDS hingegen hat an Stimmen verloren und kommt nur noch auf 2 Sitze im StuPa. Die neuen Listen „Bündnis für Innovation und Vernunft“ und „Löwen-HSG“ erreichen jeweils einen und der „Bund Wuppertaler Studierender“ zwei Sitze.

Das Wahlergebnis des RSF lag im Großen und Ganzen in unseren Erwartungen, nicht zuletzt aufgrund des zu beobachtenden Ablaufs der Wahl, der in etwa so politisch war wie eine Klassensprecherwahl in einer amerikanischen Highschool. Auch das Thema Bildungsstreik scheint auf die Wahlen wenig Einfluss gehabt zu haben, was aber angesichts des geringen Politisierungsgrades des Streiks auch wenig überraschen dürfte. Es wurde versäumt, den Zusammenhang zwischen den Mißständen an den Hochschulen und der herrschenden Politik offensiv zu thematisieren und so blieb es bei der Illusion eines unpolitischen Streiks um einzelne, isolierte Forderungen. Dies wäre eine Möglichkeit gewesen, die immer wieder geforderte Politisierung der Studentenschaft entschieden voranzutreiben und sie wurde nicht genutzt.

Das RSF wird natürlich seine politische Tätigkeit auch außerhalb des StuPa weiterführen, schließlich sind wir eine politische Hochschulgruppe und keine reine Wahlliste mit ausschließlichem Bezug auf Parlamentssitze. Wir werden, personell gestärkt, die Arbeit von StuPa und AStA kritisch verfolgen und sowohl zur Hochschulpolitik als auch zu allgemeinpolitischen Themen Stellung nehmen.

Den Kampf fortsetzen!

Am gestrigen Tage endete die Aktionswoche zum Bundesweiten Bildungsstreik. Wir Studenten der Uni Wuppertal haben den Kampf so konsequent und erfolgreich geführt, dass wir alle jene Lügen straften, die bereits im Vorfeld versuchten, unser Engagement kleinzureden und in uns nur eine kleine, gewaltbereite Clique sahen. Wir können mit Recht stolz auf uns sein, aber wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern müssen den Kampf über die Aktionswoche hinaus fortsetzen.

Bei den StuPa-Wahlen vom 22. bis zum 26. Juni haben wir die Gelegenheit, den studentischen Gremien wieder einen fortschrittlichen politischen Charakter zu verleihen und so diejenigen Gruppen abzustrafen, die unter dem Deckmantel des „unideologischen Service“ als verlängerter Arm des Rektorats agieren. Für alle, die keinen „Kundenservice“ wollen, sondern eine politische Interessenvertretung, gibt es eine echte Alternative, Liste 5 – RSF!

Das RSF wird auch bei dieser Wahl keine seiner Positionen preisgeben, nur um vielleicht einen Posten im AStA zu bekommen, gleichzeitig stehen wir aber der Zusammenarbeit mit Gruppen, die klare linke Positionen vertreten, aufgeschlossen gegenüber. Nicht rechnerische Koalitionsmöglichkeiten, sondern allein inhaltliche Übereinstimmungen sind dabei für uns ausschlaggebend.

Für die Fortsetzung des Bildungskampfes: Liste 5 – RSF ins StuPa wählen!




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